"Mecklenburger Musikerbe lustvoll aufgeführt"

"Einen Blick in die eigene glanzvolle Vergangenheit warf die Mecklenburgische Staatskapelle in ihrem 7. Sinfoniekonzert. In seinem Zentrum stand die Wiederaufführung des Konzertes für Violine und Orchester Nr. 5 e-Moll von Louis Massonneau, der von 1803 bis 1837 Violinist und Konzertmeister der Herzoglichen Hofkapelle in Ludwigslust war. Orchestergeiger Stefan Fischer, der Landeswart für die “Ludwigsluster Klassik”, der Musikverleger Reinhard Wulfhorst und der Solist des Abends, Daniel Sepec (50), haben es ausgewählt und für die Aufführung aus dem Autograf in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet und damit ein wichtiges Stück mecklenburgischen Musikerbes wieder zugänglich gemacht.

Dieses Konzert ist von geistreich-eleganter Faktur, noch mit klassischen Redensarten, aber klanglich schon in die Romantik lugend, unterhaltsam und mit dem Anspruch formalen Experimentierens. Daniel Sepec, Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie, gestaltete es mit geigerischer Delikatesse, mit zierlichem Anstand, mit schlichter Empfindsamkeit wie mit virtuosem Schwung, ihm seine ursprüngliche Lebendigkeit zurückgebend. Sorgfältig begleitet von den heutigen Orchesterkollegen Massonneaus (hervorstechend die vier Hörner) unter der Leitung des viel herumgekommenen, erfahrenen Gastdirigenten Christof Prick ...”

(Heinz-Jürgen Staszak in der Ostsee-Zeitung vom 15. Juni 2016)