Die Künstler

© Julia Baier

Daniel Sepec (Violine), 1965 in Frankfurt am Main geboren, bekam seinen ersten Geigenunterricht bei seinem Vater und studierte bei Dieter Vorholz in Frankfurt und Gerhard Schulz in Wien.

Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt.

Angezogen von der reichen Ausdrucksvielfalt der Barockmusik gewann die Barockvioline für Daniel Sepec zunehmend an Bedeutung. So wirkt er ebenfalls seit langer Zeit als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit.

Als Solist trat er mit der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe auf.

Zusammen mit Antje Weithaas, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras gründete Daniel Sepec 2004 das Arcanto-Quartett, das seitdem in den wichtigen Musikzentren Europas konzertiert. Unter dem Platten-Label Harmonia Mundi France erschienen mit diesem Ensemble Streichquartette von Bartok, Brahms, Debussy, Ravel, Dutilleux, Mozart und dem Streichquintett von Franz Schubert.

Für seine Aufnahme der Beethoven-Sonaten mit Andreas Staier, die internationale Anerkennung fand, spielte Daniel Sepec auf der wiedergefundenen Violine des Komponisten.Dieses Instrument wurde ihm dankenswerterweise vom Beethoven-Haus Bonn geliehen. Die folgende Einspielung des Duos erschien im Juni 2010 mit den Sonaten Robert Schumanns und der Chaconne von J.S.Bach in der Version Schumanns.

Im September 2010 erschien die Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, die Sepec zusammen mit Hille Perl (Gambe), Lee Santana (Laute) und Michael Behringer (Orgel) für das Label Coviello Classics eingespielt hat. Diese Einspielung wurde daraufhin mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Unter dem selben Label folgte 2011 eine Aufnahme der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi zusammen mit Der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

September 2010 bis Juli 2014 unterrichtete Daniel Sepec als Professor an der Hochschule für Musik in Basel, 2014 bekam er einen Ruf für eine Professur an die Musikhochschule Lübeck.

 

© Reinhard Wulfhorst

Die vier Musiker haben die Werke von Louis Massonneau bei vielen Konzerten in Deutschland und den USA aufgeführt und sind maßgeblich daran beteiligt, dass die Fachpresse diese lange vergessene Musik inzwischen als „elegant, geistreich und subtil“ feiert und ihr „einzigartige Brillanz und musikalische Dichte“ zuschreibt.

Beatrix Scholze, geboren und aufgewachsen in der Lausitz, studierte Oboe an der Musik-hochschule in Dresden. 1990 wurde sie als Oboistin von der Mecklenburgischen Staatska-pelle engagiert, in der sie seit 1997 als Solo-Englischhornistin tätig ist. Daneben spielt sie viel Kammermusik, sei es als langjähriges Mitglied des Bläserquintetts "Ensemble Cinq Plus" oder als Saxophonistin in Saxophonquartett oder Big Band.

Die kalifornische Geigerin Susan Doering unternahm mit der San Diego Youth Symphony, deren Konzertmeisterin sie bereits mit 15 Jahren war, Konzertreisen in mehrere Länder Asi-ens und Europa. Sie studierte Violine bei Alice Schoenfeld in Los Angeles und Camilla Wicks in Ann Arbor/Michigan. Es schloss sich ein Studium beim Guarneri-Quartett an der Univerity of Maryland an, wo sie auch ihren Doctor of Musical Arts erwarb. Zusammen mit ihrem Mann, dem Cellisten Dieter Wulfhorst, gründete sie das Emerald Duo, das bei Konzerten in den USA, Kanada, Mexiko, Schweden und Deutschland große Erfolge errang. So sprach die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine von „einem Zusammenspiel von geradezu traumwandlerischer Sicherheit“, einer „bezwingenden Musikalität“ und „fesselnder Eindringlichkeit“ und lobte das „faszinierende Spiel der hochtalentierten amerikanischen Geigerin“. „Die Rheinpfalz“ berichtete nach einem Konzert in dieser Saison von einem „restlos begeisterten Publikum“ und „hinreißendem Virtuosentum“. Das Duo unterrichtet seit zwölf Jahren bei internationalen Meisterkursen in Schweden. Susan Doering unterrichtete als Professorin für Violine an verschiedenen Universitäten in Missouri, Arizona und Kalifornien. Sie war u.a. Mitglied des Santa Fe Pro Musica Chamber Orchestra, das mit modernem und historischem Instrumentarium spielt. Sie arbeitet auch als Musiktherapeutin.

Reinhard Wulfhorst war als Bratschist mehrere Jahre Mitglied des Bundesjugendorchesters und unternahm mit diesem und anderen Ensembles Konzerttourneen, Fernseh-, Rundfunk- und Schallplattenproduktionen in Deutschland, Holland, der Schweiz, Italien und Spanien. Er ist Mitglied des Massonneau Quartetts Schwerin und veröffentlicht in seinem Musikverlag Edition Massonneau Komponisten und Kompositionen, die einen besonderen Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern haben.

Dieter Wulfhorst war als Preisträger von „Jugend musiziert“ Mitglied des Bundesjugendorchesters. Sein Cellostudium bei Friedrich-Jürgen Sellheim an der Musikhochschule Hannover schloss er mit der Künstlerischen Reifeprüfung ab. Während dieser Zeit spielte er im Niedersächsischen Staatsorchester und der Radiophilharmonie Hannover des NDR, konzertierte in Europa, Australien und Südostasien und absolvierte Meisterkurse u.a. bei Piere Fournier und Frédéric Lodéon. Als Preisträger des Guarneri String Quartett Assistentship Award setzte er sein Studium in den USA bei David Soyer vom Guarneri Quartett und Evelyn Elsing an der University of Maryland fort, wo er den Doctor of Musical Arts erwarb. Es schlossen sich Professuren für Cello, Kammermusik, Musikgeschichte und Musikwissenschaft am Fort Lewis College sowie Universitäten in Pennsylvania, Mississippi und Kalifornien an. Über eine CD zusammen mit dem Saxophonvirtuosen Lawrence Gwozdz schrieb der „American Record Guide“: „Sie werden dies nicht besser gespielt hören. … Was mich überraschte, ist die weltläufige und den Solisten auf Händen tragende Begleitung von Mr. Wulfhorst … Modellhaftes Spiel”. Über seine letzte CD schrieb das amerikanische Musikmagazin „Fanfare” im Mai 2014: „Wulfhorst reißt einen mit seinem polierten Ton und seiner engagierten Phrasierung regelrecht mit.“ Weitere Informationen über seine Aktivitäten finden sich auf seiner Website.


© Cymerman

2015 debutierte Martyna Cymerman als Nedda in Leoncavallis I pagliacci am Teatr Wielki w Poznaniu unter der musikalischen Leitung von Gabriel Chmura und als Contessa Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro am Oldenburgischen Staatstheater. In der Spielzeit 2016/2017 gehört die polnische Sopranistin zum Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters, wo ihr Repertoire Partien in Opern von Händel über Bizet bis zu Wagner reicht.
Ihr Operndebut gab Martyna Cymerman 2012 als Carolina in Cimarosa Il matrimonio secreto an der Opera Nova Bydgoszcz. Mittlerweile umfaßt ihr Opernrepertoire neben Nedda in Leoncavallis I pagliacci auch Basia in Moniuszkos Nowy Don Kichot czyli sto szalenstw, Contessa Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro und Musetta in Puccinis La bohème. 2016 war die Sopranistin als Tirésias in Poulencs Les mamelles de Tirésias in Hannover zu erleben und bei der Oper Starnberg als Euridice in Glucks Orphée et Euridice.
Das Konzertrepertoire der Sopranistin umfaßt Bach-Kantaten, Bachs Magnificat und Buxtehudes Membra Jesu Nostri, das Sopran-Solo in Orffs Carmina Burana. Martyna Cymerman sang auch begleitet von den Philharmonischen Orchestern in Bydgoszcz, Krakau und Radom Opole.
Auch als Liedsängerin präsentierte sich Martyna Cymerman – mit Dvoráks Zigeuner-Liedern, Lutoslawskis Chantefleurs et chantefables und Szymanowskis Kurpie Liedern. Beim Mozartfest Würzburg 2016 stellte sie sich mit Mozart-Liedern – begleitet von Kit Armstrong – vor.
Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

© Martin Sigmund

An der Oper Stuttgart stellte sich die Altistin Stine Marie Fischer 2014/2015 als Dryade in Strauss‘ Ariadne auf Naxos, in Rihms Jakob Lenz sowie in ihrem Rollendebut als Annina in Strauss‘ Der Rosenkavalier vor; seit 2016 gehört sie hier zum Ensemble und sang Stubenmädchen in Boesmans Der Reigen sowie als Maddalena in Verdis Rigoletto.
An der Oper Frankfurt ist Stine Marie Fischer seit 2010/2011 regelmäßig zu erleben: als Dritte Dame in Mozarts Die Zauberflöte, Bastien in Mozarts Bastien und Bastienne, als Köchin in Reimanns Gespenstersonate, Dryade in Strauss‘ Ariadne auf Naxos, Rossweiße in Wagners Walküre und 2015 in der Uraufführung von Navoks An unserem Fluss. An der Oper in Monte Carlo stellte sie sich 2013 als Floßhilde in Wagners Das Rheingold vor, 2015 debutierte sie am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, 2017 ist sie erstmals an der Staatsoper Berlin zu Gast.
2011 sang die deutsche Altistin Bachs Johannes-Passion im Rahmen der Stuttgarter Bachwoche. Als Oratorien- und Liedsängerin war sie in Stuttgart, Eisenach, Leipzig, Rostock, Schwerin zu hören. Darüber hinaus trat sie bei Uraufführungen in Cap d’Ail (Südfrankreich), Lyon, Göttingen und Leipzig in Erscheinung.
2014 sang Stine Marie Fischer erstmals Beethovens Sinfonie N° 9 in Japan. Die Altistin arbeitete mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Giuliano Carella, Ivan Fischer, Gianluigi Gelmetti, Michael Hofstetter, Helmut Rilling, Sebastian Weigle und wurde von Klangkörpern wie den Berliner Symphonikern, Frankfurter Museumsorchester, Konzerthausorchester Berlin, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo begleitet.
2015 Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

 


© Kroeger Photography

Simon Bode, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt bis zum Sommer 2016, sang hier in zahlreichen Premieren und Wiederaufnahmen, so seinen ersten Belmonte in Christof Loys Inszenierung von Die Entführung aus dem Serail, Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni, Tamino in Die Zauberflöte, Fenton in Verdis Falstaff und die Partie des Jungen Mannes in der Uraufführung von Peter Eötvös’ Der goldene Drache.
2014 sang Simon Bode Don Ottavio in einer Neuproduktion von Mozarts Don Giovanni an der norwegischen Nationaloper in Oslo. In der Saison 2014/2015 folgten Debuts an der Opéra National de Bordeaux und den Bregenzer Festspielen, 2016 Mozart-Neuproduktionen am Stadttheater Klagenfurt und der Oper Basel.
Der deutsche Tenor gastierte beim Schleswig-Holstein Musikfestival, sang mit der NDR-Radiophilharmonie, dem Ensemble Modern, Les Talens Lyriques und gab Liederabende bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Heidelberger Frühling, Kissinger Sommer, den Ludwigsburger Schloßfestspielen, den Weilburger Schlosskonzerten und im „Neuen Werk“ (NDR) in Hamburg. 2015 folgte sein erstes Lied-Recital in der Londoner Wigmore-Hall. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören neben den Pianisten Graham Johnson, Igor Levit und Nicholas Rimmer, auch die Bayanistin Elsbeth Moser mit denen er gemeinsam viele Werke und Uraufführungen auch abseits des gängigen Konzertrepertoires realisiert.
Simon Bode arbeitete mit Dirigenten wie Peter Eötvös, HK Gruber, Andrea Marcon, Kent Nagano, Erik Nielsen, Patrik Ringborg, Christoph Poppen und Sebastian Weigle zusammen. Zahlreiche CD- und Rundfunkeinspielungen dokumentieren sein künstlerisches Wirken.

 


© Kellner

Seit der Spielzeit 2015/2016 gehört Peter Kellner der Oper Graz an und war dort in Neuproduktionen als Basilio in Rossinis Il barbiere di Siviglia und als Osmin in Mozarts Die Entführung aus dem Serail zu erleben. Am Oldenburgischen Staatstheater sang der junge Bassist in der Spielzeit 2014/2015 zahlreiche Partien, so auch Bartolo in Mozarts Le nozze di Figaro und die Titelpartie in Händels Hercules.
Im Sommer 2016 covert er die Titelpartie in Mozarts Le nozze di Figaro beim Glyndebourne Festival. Es folgen seine Debuts am Teatro lirico Giuseppe Verdi di Trieste als Papageno in Mozarts Die Zauberflöte. Seinen ersten Sarastro sang der slowakische Bass in Mozarts Die Zauberflöte 2014 am Stadttheater Klagenfurt, 2013 debutierte er beim Macao International Music Festival, 2014 am Teatro Romano in Fiesole, Italien. Seit 2010 ist Peter Kellner Gast an der slowakischen Staatsoper Košice, er sang an der Staatsoper Banská Bystrica und debutierte 2014 an der Slowakischen Nationaloper in Bratislava Colline in Puccinis La bohème.
2013 debutierte Peter Kellner bei den Salzburger Festspielen und beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Auch als Konzertslist ist der Bassist aktiv. Er wurde von Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, den Wiener Philharmonikern begleitet – mit Dirigenten wie Theodor Guschlbauer, Friedrich Haider, Jörg Halubek, Dirk Kaftan, Sir Antonio Pappano und Vasily Petrenko.
Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

 


© privat

Johannes Moesus hat sich als Spezialist für die Sinfonik des 18. und 19. Jahrhunderts und als musikalischer Entdecker mit Faible für bekannte und unbekannte Klassiker allgemeine
Anerkennung erworben. In seinen mitreißenden Konzerten beweist der hochsensible Dirigent klares Stilgefühl für das klassisch-romantische Repertoire und die Moderne. Werke unter-schiedlicher Stilepochen verbinden sich in seinen sorgfältig konzipierten Programmen zu spannungsreichen musikalischen Aussagen. Schon seit den frühen 1990er Jahren mit Musikvermittlung befasst, verzeichnet er große Erfolge als Moderator eigener Konzerte mit integrierten Werkeinführungen.
Johannes Moesus ist Gast namhafter nationaler und internationaler Orchester wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Berner Symphonie-Orchester sowie von renommierten Kammerorchestern im In- und Ausland und seit Anfang 2012 Chefdirigent des Bayerischen Kammerorchesters mit Residenz in Bad Brückenau (www.kammerorchester.de). Im Rahmen des von ihm mit verantworteten Themenschwerpunkts „Ludwigsluster Klassik“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern arbeitet er seit 2006 regelmäßig mit dem NDR Chor und dem Mecklenburgischen Barockorchester zusammen.
Sein breitgespanntes Repertoire spiegelt sich auch in seiner umfangreichen Diskographie mit Werken von Rosetti, Mozart, Haydn, Hertel, Graf, Pleyel, Vanhal, Witt, von Winter, Woelfl, Hoffmeister, Goepfert, Cavallini, Kalliwoda, Rossini und Reinecke - darunter zahlreiche Weltersteinspielungen – bei den Labels cpo, MDG, Ars, Arte Nova, Orfeo und Tacet wider. Der NDR, BR, SWR, MDR, Deutschlandradio Kultur, der Schweizer Rundfunk, der Tschechische Rundfunk und das Bayerische Fernsehen haben seine Konzerte produziert, aufgezeichnet oder live übertragen. Seit 1997 Präsident der Internationalen Rosetti-Gesellschaft (www.rosetti.de) setzt sich Johannes Moesus als künstlerischer Leiter der im Jahre 2000 von ihm gegründeten "Rosetti-Festtage im Ries“ für die Wiederentdeckung dieses Komponisten ein.
Website: www.johannes-moesus.de